Windischer aus Moschendorf: Unterschied zwischen den Versionen

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Auftritt einer Pfälzer Tanzgruppe in der Nähe von Landau. Ab 2:45 wirds interessant: nach 2 Strophen (schlecht gespieltem) "Windischer" folgt eine Krebspolkaform, die sich allerdings alt anhört und dem Musikstil nach spätestens ins 18.Jahrhundert gehört. Jedenfalls sind auch Tänze aus dem Burgenland, die selbst in der Alpenrepublik nicht allgemein geläufig sind, längst in Deutschland aufgetaucht.
 
Auftritt einer Pfälzer Tanzgruppe in der Nähe von Landau. Ab 2:45 wirds interessant: nach 2 Strophen (schlecht gespieltem) "Windischer" folgt eine Krebspolkaform, die sich allerdings alt anhört und dem Musikstil nach spätestens ins 18.Jahrhundert gehört. Jedenfalls sind auch Tänze aus dem Burgenland, die selbst in der Alpenrepublik nicht allgemein geläufig sind, längst in Deutschland aufgetaucht.
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Es gibt einen offenbar Siebenbürger Tanz namens [(Der) Budaker], der als 3. und 4.Teil die komplette Melodie des Windischen enthält. Mit nur diesen beiden Fassungen ist nicht zu entscheiden, wer Original und wer Trümmer ist. Allerdings ist die Budaker-Melodie mit ihren vier verschiedenen Teilen so eng mit '''norddeutschen''' Quadrillen (''Großen Bunten'') verwandt, und auch die vier Teile selber sind musikalisch so eng verwandt und logisch aufeinander abgestimmt, dass man durchaus den Budaker als Original halten könnte/sollte/müsste...
  
 
== Siehe auch ==
 
== Siehe auch ==

Version vom 15. Februar 2013, 23:58 Uhr

Ausführung A aus Rechnitz

Rheinländerfassung, der Tänzer steht seitlich hinter der linken Schulter der Tänzerin und fasst mit der Rechten die angewinkelte Rechte der Tänzerin über ihrer rechten Schulter, mit seiner angewinkelten Linken ihre seitwärts gestreckte Linke.

Takt 1: 1 Wechselschritt, links beginnend und 2 Gehschritte

Takt 2: 1 Wechselschritt, 1 Gehschritt und rechten Fuß beistellen.

Takt 3: Beide machen eine Vierteldrehung nach rechts, stellen den rechten Fuß auf die Ferse und schauen einander über die rechte Schulter an. Anschließend dreht sich das Paar zur Ausgangsstellung zurück. Die Hände gehen mit der Bewegung mit.

Takt 4: Wie Takt 3, jedoch gegengleich, nach links.

Takt 5-7: Wiederholung von Takt 1-3.

Takt 8: Die Tänzerin macht unter den rechten Händen eine Drehung nach rechts und bewegt sich mit 4 Schritten an der rechten Seite des Tänzers vorbei zum nächsten Tänzer nach hinten (Partnerwechsel).

Ausführung B aus Moschendorf

Der Tänzer steht etwas seitwärts links hinter der Tänzerin, beide sehen in Tanzrichtung. Er hält die Hände der Tänzerin über ihren Schultern beiläufig in Kopfhöhe gefasst.

Takt 1-4: Vier Nachstellschritte links, schräg links vorwärts.

Takt 5: der Tänzer dreht die Tänzerin etwas nach links und schaut sie über ihre Achsel an. Eckige Bewegung, beinah gerissen.

Takt 6: Wie Takt 5, nur Drehung rechts.

Takt 7 und 8: Die Fassung der linken Hände wird gelöst, die Tänzerin unter dem erhobenen rechten Arm des Tänzers einmal herumgedreht.

Takt 9 - 16. Wie Takt 1-8, jedoch werden die Bewegungen zu Takt 13-16 nach jedem zweiten Durchspiel wiederholt.

Quellen

Ausführung A

  • Aufgezeichnet von Ludwig Berghold 1993 in der Volkstanzgruppe Rechnitz.
  • Ludwig Berghold: Tanzgrammatik. Volkskultur Niederösterreich, Atzenbrugg 2000, Seite 295.

Ausführung B

MP3-Datei

  • Hier ist eine MP3-Datei von Dancilla abrufbar.

Noten

Videos


Auftritt einer Pfälzer Tanzgruppe in der Nähe von Landau. Ab 2:45 wirds interessant: nach 2 Strophen (schlecht gespieltem) "Windischer" folgt eine Krebspolkaform, die sich allerdings alt anhört und dem Musikstil nach spätestens ins 18.Jahrhundert gehört. Jedenfalls sind auch Tänze aus dem Burgenland, die selbst in der Alpenrepublik nicht allgemein geläufig sind, längst in Deutschland aufgetaucht.

Es gibt einen offenbar Siebenbürger Tanz namens [(Der) Budaker], der als 3. und 4.Teil die komplette Melodie des Windischen enthält. Mit nur diesen beiden Fassungen ist nicht zu entscheiden, wer Original und wer Trümmer ist. Allerdings ist die Budaker-Melodie mit ihren vier verschiedenen Teilen so eng mit norddeutschen Quadrillen (Großen Bunten) verwandt, und auch die vier Teile selber sind musikalisch so eng verwandt und logisch aufeinander abgestimmt, dass man durchaus den Budaker als Original halten könnte/sollte/müsste...

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