Polsterltanz: Unterschied zwischen den Versionen

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(Quellen: Playford 1698 ergänzt)
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== Quellen ==
 
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* Bereits 1698 findet sich mit "The Cushion Dance" die Beschreibung eines derartigen Tanzes in [http://memory.loc.gov/cgi-bin/ampage?collId=musdi&fileName=004/musdi004.db&recNum=14 "The dancing master.... The 10th ed.  London. Printed by J. Heptinstall, for H. Playford, 1698"].
 
* 1896 wurde eine Beschreibung in der [http://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/uploads/downloads/OeZV_Volltexte/ZOEV_1896.pdf "Zeitschrift für Österreichische Volkskunde" 1896] veröffentlicht. Sie ist als PDF im Internet zu finden und auch downloadbar. Der Artikel steht auf Seite 78 ff.
 
* 1896 wurde eine Beschreibung in der [http://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/uploads/downloads/OeZV_Volltexte/ZOEV_1896.pdf "Zeitschrift für Österreichische Volkskunde" 1896] veröffentlicht. Sie ist als PDF im Internet zu finden und auch downloadbar. Der Artikel steht auf Seite 78 ff.
 
* [[Karl Horak]]: Der Volkstanz in der Umgebung von Wien um 1930. In: Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes 22.1973, S. 9-25, S. 14.
 
* [[Karl Horak]]: Der Volkstanz in der Umgebung von Wien um 1930. In: Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes 22.1973, S. 9-25, S. 14.

Version vom 28. Dezember 2016, 22:13 Uhr

Prottes, Hohenruppersdorf, Maria Taferl, Sommerein, Wechselgebiet, Ennstal, Aussee, in ganz Österreich, Schwaben, im Böhmerwald und darüber hinaus in halb Europa bekannt. Auch auf der Insel Madeira (Portugal) wird ein fast identischer Tanz, aber ohne Walzer getanzt.

Ausgangsstellung

Paare im Stirnkreis, mit gefassten Händen.

Ausführung

Die Tanzpaare bewegen sich nach der Musik im Kreis. Ein überzähliger Tänzer geht innerhalb des Kreises herum, einen Polster haltend, macht mit dem Polster verschiedene Schwänke und Figuren, besieht die herumtanzenden Personen nach der Reihe, wählt sich eine Tänzerin, indem er den Polster vor ihr niederwirft. Beide knien sich darauf und küssen einander, dann folgt ein kurzes Stück Walzer.

Im niederösterreichischen Wechselgebiet muss sich die Erwählte schnell auf den Polster knien, sonst zieht der Tänzer diesen zurück und sie kniet auf dem harten Fußboden, während er sich eine andere sucht.

Daraufhin scheidet der Tänzer aus, während die Tänzerin sich mittels des Polsters auf gleiche Weise wie oben einen Tänzer wählt. Der Kreis wird dadurch immer kleiner. Der oder die zuletzt Übrigbleibende wird unter allgemeinem Gelächter ausgekehrt (vgl. Raimund Zoder: Österreichische Volkstänze, 1. und 3. Teil).

Musik

Die angegebene Musik wurde in Maria Taferl im Jahr 1819 aufgezeichnet. Nach Angabe des Gewährsmanns in Hohenruppersdorf wurde keine besondere Melodie gespielt; zum 1. Teil wählte man irgendeinen Marsch, zum 2. Teil einen Walzer.

Quellen

CD

Noten

Die nachstehenden Melodien und Singtexte stammen aus dem Jahr 1819, Maria Taferl.

Videos

Siehe auch

Polsterl-Goschle Tanz